Was kann ich als Pflegehelferin/Pflegehelfer SRK gegen Rückenschmerzen unternehmen?

Wer kranken Menschen beim Aufstehen und bei der Körperpflege hilft und sie bei der Pflege stützt, wird körperlich stark beansprucht. Deshalb können bei Pflegehelferinnen SRK und bei pflegenden Angehörigen Rückenschmerzen auftreten. Solchen Beschwerden kann jedoch vorgebeugt werden. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, Ihren Rücken im Arbeitsalltag zu schonen und zu entlasten. Lesen Sie unsere Tipps.

Rückenschmerzen

Regelmässige körperliche Bewegung

Das beste Mittel, um anderen zu helfen, ist sich selbst Sorge zu tragen… Eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und vor allem regelmässige sportliche Betätigung: Das Wichtigste für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper ist ein angemessener Lebensstil. Er trägt auch dazu bei, eine gelassene, positive Einstellung zu bewahren und Anspannung abzubauen.

Empfehlenswert sind vor allem Schwimmen und zügiges Gehen, da sie zahlreiche Muskeln des Körpers gleichzeitig beanspruchen. Zudem wird der Rücken gerade gehalten und die Belastung auf die verschiedenen Gliedmassen verteilt.

Hilfsmittel zur Entlastung des Rückens und Tipps für den Arbeitsalltag

Haben Sie bereits Rückenschmerzen oder möchten Sie Schmerzen vorbeugen? Diese Tipps können Ihnen helfen, Ihren Rücken beweglich zu erhalten und ihn zu stärken:

  • Lernen Sie, beim Bücken oder beim Heben eines Patienten oder eines schweren Gegenstandes die Anstrengung zu verteilen, indem Sie Ihre Oberschenkel und Ihr Becken belasten und den Rücken gerade halten.
  • Nutzen Sie die zahlreichen praktischen Hilfsmittel, die verfügbar sind, um Ihnen den Alltag zu erleichtern und bequemer zu gestalten. Dazu gehört ein formbares, halbmondförmiges Kissen, mit dem Sie Ihren Rücken und Ihre Arme beim Lesen oder Fernsehen abstützen können, ein anständiger Bürostuhl, ein leicht erhöhtes Bett, aus dem Sie mit geringerer Anstrengung aufstehen können.
  • Schmerzen im unteren Rücken, Bandscheibenvorfälle und Ischiasschmerzen lassen sich punktuell mit dem Tragen einer Lumbalbandage
  • Legen Sie bei Schmerzen im unteren Rücken eine Wärmflasche auf die schmerzende Stelle oder gönnen Sie sich ein heisses Bad. Die Wärme wirkt schmerzlindernd.

Suchen Sie bei länger anhaltenden Schmerzen Ihre Hausärztin, einen Physiotherapeuten oder eine Osteopathin auf.

Rückenschmerzen

Gezielte Übungen zur Lockerung, Dehnung und Stärkung der Rückenmuskeln

Lendenwirbelsäule dehnen

Legen Sie sich mit dem Rücken auf einen Teppich am Boden, beugen Sie die Knie, führen Sie sie in Richtung Brust und umfassen Sie sie mit den Armen. Heben Sie den unteren Rücken leicht vom Boden ab. Halten Sie diese Position einige Sekunden lang, atmen Sie dabei langsam ein und aus und lassen Sie dann wieder los. Wiederholen Sie diese Übung vier- bis fünfmal.

Hohl- und Rundrücken im Wechsel

Wechseln Sie im Vierfüsserstand langsam zwischen einem Rund- und einem Hohlrücken ab und atmen Sie dabei sanft ein und aus. Führen Sie drei Serien mit acht Bewegungen aus.

Planking

Diese Übung zur Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur ist etwas schwieriger. Mit ein wenig Training wird sie Ihnen aber bald leichter fallen.

Legen Sie sich auf den Bauch auf einen Teppich und heben Sie Ihren Körper an. Stützen Sie sich dabei auf den Vorderarmen und Zehenspitzen ab. Achten Sie während der ganzen Übung darauf, nicht den Atem anzuhalten. Halten Sie diese Stellung anfangs während mindestens 20 Sekunden. Wenn Sie gut in Form sind, halten Sie die Position 30 bis 40 Sekunden lang. Und sehr Sportliche verharren eine ganze Minute. Sie können diese Bewegung dreimal hintereinander wiederholen. Achten Sie darauf, dazwischen mindestens eine Minute Pause zu machen.

Einen Kurs beim SRK besuchen

Das Schweizerische Rote Kreuz bietet Fortbildungen an, in denen Pflegehelferinnen und Pflegehelfer ihre Kompetenzen vertiefen können. Lernen Sie, wie Sie richtig vorgehen, um Patientinnen und Patienten optimal zu unterstützen, aber auch Ihrer Gesundheit Sorge zu tragen.

Schauen Sie sich die Ausbildungsprogramme an und finden Sie einen Kurs in Ihrem Kanton!