Höheres Unfallrisiko bei älteren Autofahrerinnen und Autofahrern?

Laut einer Studie der Universität Swansea verursachen 70-jährige Automobilisten fast viermal weniger Verkehrsunfälle als Männer im Alter von 17 bis 21 Jahren.

Conducteurs âgés : risques

Die häufigsten Unfälle bei älteren Menschen

Bei älteren Autofahrern sind die meisten Verkehrsunfälle auf gefährliche Überholmanöver zurückzuführen. Junge Autolenker sind dagegen eher in schwere Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit verwickelt.

Ältere Automobilisten fühlen sich häufiger gestresst, vor allem wenn andere Fahrzeuglenker zu dicht auffahren oder hupen.

Ältere Autofahrerinnen hingegen fühlen sich vor allem unsicher, wenn sie in beengten räumlichen Verhältnissen rangieren müssen.

Ältere Autofahrerinnen und Autofahrer sind im Strassenverkehr aufmerksamer

Im Alter nehmen die motorischen Fähigkeiten ab und die Reflexe und das Sehvermögen lassen nach.

Doch ältere Menschen fahren langsamer und ruhiger als die anderen Automobilisten. Sie achten mehr auf das Verkehrsgeschehen und sind daher weniger häufig in schwere Unfälle verwickelt. Somit kompensieren ältere Autolenkerinnen und Autolenker mit ihrem Fahrverhalten die Abnahme ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten!

Das ist erfreulich, denn Autofahren trägt dazu bei, die Selbstständigkeit älterer Menschen zu erhalten. Fachpersonen haben sich mit der Frage befasst, wie wichtig Massnahmen wie medizinische Untersuchungen und Fahrtests bei älteren Autofahrerinnen und Autofahrern sind. Sogar der Entzug des Führerausweises ab einem bestimmten Alter wurde in Betracht gezogen. Viele Studien gelangten jedoch zum Schluss, dass auch Menschen im höheren Alter durchaus fahrtüchtig sein können.

Auf die anderen Verkehrsteilnehmer und auf sich selbst achten

Damit alle Verkehrsteilnehmer unabhängig von ihrem Alter sicher unterwegs sind, ist es wichtig, die Verkehrsregeln einzuhalten. Ausserdem sind in allen Situationen Geduld und Nachsicht angebracht.

Vermeiden Sie also gefährliche Überholmanöver, blinken Sie beim Abbiegen und beim Spurwechsel und betätigen Sie innerorts nicht unnötig die Hupe.

Vor einem Unfall ist niemand gefeit. Achten Sie aufmerksam auf das Verkehrsgeschehen und lassen Sie an jeder Kreuzung Vorsicht walten, auch wenn Sie langsam unterwegs sind und Vortritt haben.

Fordern Sie bei einem Verkehrsunfall über der Nummer 144 möglichst rasch eine Ambulanz an. Leisten Sie Erste Hilfe, falls Sie die lebensrettenden Sofortmassnahmen beherrschen.

Gut zu wissen: Der Schweizerische Samariterbund bietet verschiedene Ausbildungen in Erster Hilfe an. In diesen Kursen lernen Sie, wie Sie bei einem Notfall richtig vorgehen. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.samariter.ch

Celia

Über den Autor Celia

Celia (33) ist seit Dezember 2015 Redaktorin für den Blog redcross-edu. Sie hat eine Ausbildung in erster Hilfe und verfügt über grosse pädagogische Erfahrung. Sie freut sich, von ihren Erfahrungen zu berichten und Familien und Pflegepersonal Tipps und Tricks für den Alltag mit auf den Weg zu geben.

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