Sicher wohnen im Alter

Die meisten älteren Menschen möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen, auch wenn ihre körperlichen Fähigkeiten nachlassen. Da mit dem Alter auch das Sehvermögen und das Gehör abnehmen, entstehen im Alltag Risiken. Oft ist die Wohnung zudem nicht an die ältere Person angepasst, die in ihr lebt. Ab dem Alter von 70 Jahren treten deshalb sehr häufig Stürze auf. Eine sicher gestaltete Wohnung fördert die Selbstständigkeit und das Wohlbefinden von älteren Menschen.

Personne âgée souriante

Hauseingang

Der Hauseingang sollte mit einer soliden, einbruchsicheren Tür versehen sein. Um Stürze zu verhindern, empfiehlt sich zudem eine rollstuhlgängige Zugangsrampe. Auch wenn die ältere Person nicht auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, gelangt sie über eine Rampe bequemer ins Haus als über eine Treppe. Bei einem Umzug sollte darauf geachtet werden, dass im Haus ein Lift vorhanden ist.

Badezimmer

Es ist besonders wichtig, die Dusche und die Toiletten sicherer zu gestalten: Wegen der dort vorhandenen Feuchtigkeit ist die Rutschgefahr besonders hoch.

  • An der Wand sollten Haltegriffe angebracht werden.
  • Wählen Sie vorzugsweise eine bodenebene Dusche oder eine Badewanne mit Tür.
  • Bringen Sie rutschhemmende Matten an.
  • Erhöhen Sie den Toilettensitz.

Durchgänge

Vor allem ist darauf zu achten, dass die Durchgänge nicht verstellt sind und das Umhergehen zwischen den Zimmern nicht behindert wird: Beseitigen Sie alle Stolperfallen.

Einige Bodenbeläge sind rutschiger als andere. Dies gilt zum Beispiel für Plattenbeläge und für Parkett. Wählen Sie lieber Spannteppiche oder Linoleum, die dem Fuss mehr Halt bieten. Falls Sie die Bodenbeläge nicht austauschen können, schaffen Sie mehr Möglichkeiten zum Festhalten (zum Beispiel Handläufe).

Um bei einem Sturz Verletzungen vorzubeugen, können Sie Möbel mit einem Kanten- und Eckenschutz aus Molton versehen.

Schlafzimmer

Durch eine Erhöhung des Betts wird es einfacher, aus dem Sitzen aufzustehen. Wählen Sie nach Möglichkeit ein Elektrobett: So können Sie die Höhe und Neigung des Bettrosts einfach mit der Fernbedienung verstellen.

Stürze sind die häufigste Unfallursache bei älteren Menschen.

Oberes Stockwerk

Für ältere Menschen sind Treppen ein echtes Hindernis. Treppensteigen kann sie ausser Atem und ins Stolpern bringen. Mit einem elektrischen Treppenlift lässt sich die Selbstständigkeit fördern, ohne dass die Raumgestaltung angepasst werden muss.

Um Stürzen vorzubeugen, sollte generell darauf geachtet werden, den vorhandenen Platz optimal zu nutzen und Gegenstände gut erreichbar unterzubringen. Zudem sollte dafür gesorgt werden, dass ältere Menschen alle Sachen, die sie im Alltag benötigen, in Reichweite haben.

Sinnvolle Prävention

Das Schweizerische Rote Kreuz bietet fachkundige Beratung und unterstützt Sie und Ihre Angehörigen.

Stolperfallen erkennen, Gleichgewicht trainieren und weiterführende Massnahmen besprechen: Mit der Sturzprävention und der Beratung möchten wir die Selbstständigkeit älterer Menschen bewahren und gleichzeitig Sturzereignisse vermindern helfen.