Ältere Menschen vor der Kälte schützen

Ältere Menschen sind besonders kälteempfindlich. Mit diesen sechs Tipps können Sie ihnen helfen, sich vor niedrigen Temperaturen zu schützen.

Ältere Menschen, die der Kälte überdrüssig sind

1)     Sich warm anziehen

Als Erstes ist es wichtig, warme Kleider zu tragen. Drinnen empfiehlt es sich, statt eines sehr dicken Pullovers mehrere Schichten anzuziehen, die bei Bedarf rasch an- oder abgelegt werden können. Und im Freien sind eine Kopfbedeckung, Handschuhe, ein Schal und wasserdichte Schuhe mit rutschfesten Sohlen unerlässlich.

2)     Die Wohnung gut, aber nicht übermässig heizen

Im Winter sollte die Raumtemperatur etwa 21°C betragen. Statt die Wohnräume zu überheizen, ist es besser, eine zusätzliche Schicht Kleider anzuziehen. Die Kälte sollte nicht davon abhalten, die Wohnung täglich zu lüften, um die Raumluft auszuwechseln. Wichtig ist auch, den Heizkessel regelmässig zu warten, um jedes Risiko einer Panne auszuschliessen und den Ölverbrauch zu optimieren.

3)     Unterstützung annehmen, um weniger nach draussen gehen zu müssen

Bei grosser Kälte sollte ältere Menschen das Haus nicht verlassen. Sie können sich unterstützen lassen, wenn sie irgendwohin gehen müssen (falls Sie Ihren Angehörigen nicht begleiten können, steht der Fahrdienst des SRK zur Verfügung!), oder ein Familienmitglied bitten, die Einkäufe zu erledigen.

4)     Sich ärztlich beraten lassen

Einige Medikamente haben Auswirkungen auf die Blutzirkulation und damit auf die Fähigkeit des Körpers, sich aufzuwärmen. Mit dem Herannahen der kalten Jahreszeit empfiehlt sich deshalb ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über die laufenden Behandlungen.

5)     Richtig essen und trinken

Eine angemessene Ernährung ist wichtig, um trotz Kälte in Form zu bleiben. Älteren Menschen wird empfohlen, ausgewogen zu essen und ausreichend zu trinken. Sehr gut eignen sich im Winter heisse Getränke und Suppen.

6)     Frostbeulen behandeln

Durch die Kälte können Frostbeulen entstehen. Diese Hautrötungen und -schwellungen treten vor allem an Fingern und Zehen auf. Sie verschwinden wieder, wenn die Hände (oder Füsse) in lauwarmes Wasser getaucht werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, die Stellen nicht zu plötzlich, sondern nur allmählich aufzuwärmen.

Überlegen Sie sich auch, einen Kurs für pflegende Angehörige zu besuchen: So können Sie optimal auf die Bedürfnisse Ihres Angehörigen eingehen.