Sind Brustschmerzen gefährlich?

Ist ein Klemmen in der Brust ein Grund, sich Sorgen zu machen? Solche Schmerzen sind mehr oder weniger gravierend. In diesem Beitrag erhalten Sie Ratschläge, damit Sie sie beurteilen können.

Beratung bei Brustschmerzen

Beachten Sie bitte: Dieser Beitrag dient nur zu Ihrer Information. Wenden Sie sich im Notfall rasch an den Sanitätsnotruf 144. Denn Brustschmerzen können ein Symptom einer schweren Krankheit oder eines gravierenden Problems sein und müssen von qualifiziertem medizinischem Personal beurteilt werden. Lassen Sie deshalb möglichst rasch eine Diagnose stellen und beachten Sie: Es gibt keinen «unnötigen Anrufe».

Besonders schwerwiegende Ursachen

Haben Sie Schmerzen im Brustkorb, wird der Arzt oder die Ärztin unverzüglich versuchen, die gravierendsten Ursachen auszuschliessen. Dazu gehören Herzinfarkt, Lungenembolie, Aortendissektion, Lungenentzündung, Pneumothorax und Perikarditis. Hinter diesen Fachbegriffen verbergen sich Herz- und Lungenerkrankungen, die unverzüglich behandelt werden müssen.

Damit der Arzt seine Diagnose stellen kann und die gravierendsten Ursachen ausschliessen kann, wird er Ihnen verschiedene Fragen stellen. Diese betreffen vor allem die Art der Schmerzen (sind sie lokal begrenzt oder strahlen sie in die Schultern, den Hals… aus?), gibt es Herz-Kreislaufkrankheiten in Ihrer Familie, weitere bestehende Beschwerden (Husten, Fieber…), aber auch Ihr Alter und Ihren Körperbautyp (langgliedrig, Übergewicht…) sind für ihn wichtig.

Warnzeichen, die beachtet werden sollten

Wenden Sie sich möglichst rasch an den Rettungsdienst, wenn die Schmerzen ganz plötzlich auftreten, wenn Sie ein Engegefühl in der Brust spüren, wenn die Schmerzen während Minuten anhalten, wenn sie in andere Körperteile ausstrahlen (Hals, Schultern, Arm…), wenn Sie bleich sind und Mühe beim Atmen haben, wenn Übelkeit oder Schwindel auftritt und Sie das Gefühl haben, ohnmächtig zu werden. Auch ein sehr rascher Puls ist ein Warnzeichen, das Sie unbedingt beachten sollten.

Weniger gefährliche Schmerzen, die jedoch im Auge behalten werden sollten

Scheinen Ihre Brustschmerzen nicht den oben beschriebenen Symptomen zu entsprechen? Nehmen Sie sie trotzdem nicht auf die leichte Schulter und wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. So können Sie ihr oder ihm gewisse Aspekte genauer beschreiben, damit sie oder er sich ein Bild von Ihrem Gesundheitszustand machen kann.

Geben Sie vor allem Folgendes an: Art der Schmerzen (krampfartig, stechend…), die Umstände, unter denen die Schmerzen aufgetreten sind (Trauma, Bewegung…), ob sie wiederholt aufgetreten sind oder nicht, ihre Dauer…

Treten bei einem Ihrer Angehörigen Brustschmerzen auf? Lernen Sie, ihm im Notfall beizustehen: Bilden Sie sich beim Schweizerischen Roten Kreuz in Erster Hilfe aus! In Ihrem Kanton werden das ganze Jahr über Kurse angeboten.