Retten mit geringstem Risiko

Wie kann ich einer, in Not geratenen Person im Wasser helfen, ohne dabei selbst in Gefahr zu geraten? Diese Frage klären wir und zeigen auf, wie eine Wasserrettung mit geringstem Risiko funktioniert.

© SRK, Andri Pol

Das Wichtigste bei einer Rettung ist der Selbstschutz. Deshalb sollte eine Retterin in einer Gefahrensituation jene Rettungsmethode wählen, welche das geringste Risiko für sie selbst aufweist. Dabei spielen auch Umwelteinflüsse eine Rolle, wie beispielsweise die Wassertemperatur oder das Wetter. Genauso entscheidend kann die Wahl der Rettungsmethode von der aktuellen Situation abhängen, zum Beispiel, ob die in Not geratene Person verletzt ist oder ob sie ansprechbar ist.

Rettungsmöglichkeiten
Kommen Sie an eine Notsituation und eine Person befindet sich im Wasser, gilt es erstmal einen kühlen Kopf zu bewahren. Umschauen und die Lage beurteilen, gehören zu den beiden ersten Schritten. Vielleicht gibt es andere Passanten, die helfen können, so können die Aufgaben aufgeteilt werden. Falls keine anderen potenziellen Helfer zu sehen sind, alarmieren Sie zuerst die Polizei, bevor Sie mit der Rettung beginnen.

  • Zurufen: Wenn die in Not geratene Person sich in Rufweite befindet, kann sie durch Zurufen beruhigt werden.
  • Reichen: Der Rettende legt sich auf den Bauch und versucht durch Reichen eines Gegenstandes (Ast, Paddel etc.), den Rettling – die zu rettende Person – an Land zu ziehen.
  • Werfen: Wenn die Distanz zum Reichen zu gross ist, kann durch Zuwerfen eines Rettungsrings oder Wurfsackes geholfen werden.
  • Fahren/Rudern: Besteht die Möglichkeit, den Rettling innert nützlicher Frist rudernd oder fahrend zu erreichen, wird diese Methode gewählt.
  • Gehen/Waten: Bei dieser Methode begibt sich die Retterin ins Wasser und versucht den Rettling gehend zu erreichen. So kann dieser an Land gebracht werden, ohne dass die Retterin schwimmen muss.
  • Rettungsschwimmen: Sind die bisher erwähnten Möglichkeiten undurchführbar, bringt
    der Retter den Rettling mit den Techniken des Rettungsschwimmens in Sicherheit. Diese Techniken werden in einer SLRG-Ausbildung erlernt.

Es kann gut sein, dass bei einer Gefahrensituation kein gewöhnliches Rettungsmittel verfügbar ist. Kein Problem – denn es gibt gute alternative Rettungsmittel. Bälle, Schwimmflügeli, Schwimmbretter, gar ein Kanister oder eine PET-Flasche geben den nötigen Auftrieb und die in Not geratene Person kann sich daran festhalten.

Wassersicherheit

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG ist die grösste Organisation in der Schweiz für alle Fragen rund um die Sicherheit am, im und auf dem Wasser. Sie bezweckt die Verhütung von und Rettung bei Wasserunfällen sowie die Ausbildung von Rettungsschwimmern. Werden auch Sie teil dieser gemeinnützigen Rettungsorganisation des SRK und helfen Sie Leben retten!