Einen eingeklemmten Finger behandeln

Haben Sie oder Ihr Kind sich einen Finger in einer Türe eingeklemmt? Was können Sie in einem solchen Fall unternehmen? Das richtige Vorgehen hängt von der Art der Verletzung ab.

ein verwundeter Finger

Der Finger ist leicht gerötet und geschwollen

Halten Sie ihn einige Minuten lang in ein Glas kaltes Wasser, um die Schmerzen zu lindern. Damit verhindern Sie auch, dass der Finger noch mehr anschwillt. Sie können auch einen Eisbeutel auf die verletzte Stelle legen. Legen Sie den Eisbeutel immer in einen Waschhandschuh oder wickeln Sie ihn in ein Tuch, damit er nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommt!

Falls keine offene Wunde besteht, können Sie Arnika-Salbe auf den Finger auftragen.

Der Fingernagel ist verletzt

Ist unter dem Nagel eine rote oder blaue Verfärbung zu sehen? Damit die Schmerzen nachlassen, muss das Blut abfliessen können. Dabei kann Ihnen eine Ärztin oder ein Arzt behilflich sein.

Wenn der Nagel gelockert oder abgerissen ist, gehen Sie zum Arzt und nehmen den abgerissenen Nagel mit.

Verband an einem verwundeten Finger

Der Finger weist eine offene Wunde auf und blutet

Reinigen und desinfizieren Sie die Wunde. Anschliessend schützen Sie die verletzte Stelle, indem Sie einen mit Desinfektionsmittel getränkten Verband um den Finger legen.

Der Finger ist gebrochen

Wenn der Finger rasch anschwillt und kaum noch gebeugt werden kann, ist er wahrscheinlich gebrochen: Das muss mit einem Röntgenbild überprüft werden. Fahren Sie sofort in die nächstgelegene Notfallstation.

Was können Sie sonst noch tun?

Nach der Erstversorgung muss meist einfach abgewartet werden, bis die Schmerzen abklingen und die Verletzung ausheilt. Suchen Sie aber eine Ärztin oder einen Arzt auf, wenn der Finger nach einigen Tagen immer noch schmerzt.

Um den Finger ruhigzustellen, bis er weniger wehtut, können Sie einen Verband anlegen und dabei einen Nachbarfinger als Schiene verwenden.

Und zum Schluss noch ein kleiner Trick: Wenn Sie die Hand hochlagern und den Finger in die Höhe halten, wird der Blutabfluss gefördert und die Schmerzen lassen in der Regel nach.

Damit Sie für alle Fälle gewappnet sind und bei einem Unfall richtig reagieren können, bietet Ihnen das Schweizerische Rote Kreuz Nothilfe- und Erste-Hilfe-Kurse.