Windeln wechseln in sieben Schritten

Mit unseren Tipps lernen frisch gebackene Eltern oder Babysitter im Handumdrehen, einen Säugling zu wickeln.

Material bereitstellen

Vor dem Wickeln sollten Sie sich die Hände waschen und das notwendige Material bereitlegen. Wählen Sie einen sauberen, warmen Ort, an dem Sie das Kind hinlegen können (falls kein Wickeltisch verfügbar ist: ein Bett, ein Teppich, auf den Sie ein Handtuch legen…). Halten Sie eine saubere Windel, feuchte Reinigungstücher oder feuchte Watte, bei Bedarf eine Schutzsalbe sowie einen Abfallbehälter bereit. So können Sie die ganze Zeit beim Kind bleiben, um es im Blick zu haben.

Maman et son bébé

Windeln wechseln

  1. Öffnen Sie die Laschen der schmutzigen Windel, aber entfernen Sie die Windel noch nicht ganz. Verwenden Sie den vorderen Teil der Windel, um den Intimbereich so gut als möglich zu reinigen.
  2. Heben Sie nun das Gesäss des Babys an und entfernen Sie die schmutzige Windel. Halten Sie das Kind dazu an den Fussknöcheln.
  3. Reinigen Sie mit Hilfe von feuchter Watte oder Reinigungstüchern den Unterbauch und danach die Geschlechtsteile. Zum Schluss reinigen Sie das Gesäss: Heben Sie es dazu erneut an, indem Sie das Kind an den Knöcheln fassen. Um Infektionen zu vermeiden, müssen Sie bei einem Mädchen darauf achten, den Intimbereich von vorn nach hinten zu reinigen.
  4. Tragen Sie eine geeignete Schutzsalbe auf, falls die Haut am Gesäss gereizt oder gerötet ist.
  5. Nun können Sie die saubere Windel anlegen. Der Teil mit den Laschen wird unter das Gesäss gelegt. Danach können Sie die Laschen auf Höhe des Unterbauchs schliessen. Bei einem Neugeborenen sollten Sie darauf achten, dass die Windel nicht mit der Nabelwunde in Berührung kommt. Übrigens sind spezielle Windeln mit einer Öffnung erhältlich: So kann der Nabelschnurrest an der Luft bleiben.
  6. Die Windel muss zwischen den Beinen etwas Platz bieten: Wenn sie zu eng anliegt, könnte der nächste Stuhlgang für das Baby unangenehm sein. Ausserdem könnten Hautreizungen entstehen.
  7. Legen Sie zum Schluss die schmutzige Windel in den Abfalleimer und waschen Sie sich die Hände.

Behalten Sie Ihr Baby immer im Auge. So verhindern Sie einen Sturz vom Wickeltisch.

Beachten Sie auch die folgenden Tipps

Sprechen Sie beim Wickeln mit dem Kind und erklären Sie ihm, was Sie tun. Sie können ihm auch ein Lied vorsingen oder ihm ein Spielzeug geben, um es abzulenken. Damit verhindern Sie, dass es zu weinen beginnt.

Vergessen Sie nicht, das Baby ständig im Blick zu behalten. Das ist vor allem auf dem Wickeltisch wichtig, um einen Sturz zu vermeiden. Lassen Sie Ihre Hand die ganze Zeit auf seinem Bauch, um das Kind zu beruhigen und zugleich auf es aufzupassen.

In den Kursen des Schweizerischen Roten Kreuzes können Babysitter und (künftige) Eltern lernen, ein Baby optimal zu betreuen. Kommen Sie doch bei uns vorbei und besuchen Sie eine der praxisnahen Ausbildungen!