Wie lässt sich Heuschnupfen bei Kindern lindern?

Fast 15% aller Kinder sind auf Pollen allergisch. Säuglinge leiden zum Glück nur selten unter Heuschnupfen. Meist bricht die Krankheit bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren aus. Haben Sie festgestellt, dass bei Ihrem Kind ständig die Nase läuft und seine Augen tränen, vor allem im Frühling? Das sind die häufigsten Symptome einer Pollenallergie. Unten finden Sie verschiedene Hausmittel zur Linderung der Beschwerden. Beachten Sie jedoch, dass dieser Beitrag keinen Arztbesuch ersetzen kann.

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Diagnose stellen

Damit Ihr Kind richtig behandelt werden kann, muss abgeklärt werden, ob es wirklich an Heuschnupfen leidet. Nur eine Fachperson kann die Diagnose stellen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufzusuchen.

Normalerweise äussert sich eine Pollenallergie in einer verstopften Nase, Niesanfällen und gereizten Augen.

Diese Beschwerden führen zu chronischer Müdigkeit, die Ihr Kind bei seinen Aktivitäten behindert.

Es ist eine ärztliche Behandlung notwendig.

Die Pollenallergie lindern und behandeln

Heuschnupfen tritt vor allem im Frühling auf, wenn Baum- und Gräserpollen auf die Nasenschleimhaut gelangen. Bei einigen Menschen kommt es dadurch zu einer Entzündung: Ihre Nase läuft und sie müssen ständig niesen. Auch die Atmung ist erschwert und manchmal treten rote Hautflecken und Erbrechen auf.

In diesem Fall ist ein Arztbesuch notwendig. Als Erstes wird Ihnen die Ärztin oder der Arzt raten, dafür zu sorgen, dass Ihr Kind möglichst wenig mit den allergieauslösenden Pollen in Kontakt kommt. Erwachsenen, die an Heuschnupfen leiden, werden in der Regel Antihistaminika (Tabletten, Nasenspray oder -tropfen) sowie Kortikoide (Nasenspray) verordnet. Obwohl diese Medikamente auch Kindern verschrieben werden, sollten sie erst ab dem Alter von zwölf Jahren eingesetzt werden. Zunächst muss deshalb dafür gesorgt werden, dass das Kind den Pollen möglichst wenig ausgesetzt ist (Spaziergänge im Freien vermeiden, Wohnung frühmorgens statt tagsüber lüften, Haare gut spülen, um zu verhindern, dass sich Pollen darin ansammeln…). Sie können Ihrem Kind auch die Nase mit Kochsalzlösung spülen.

Gegen gereizte Augen werden Augentropfen verschrieben. Schlagen Sie Ihrem Kind auch vor, eine Mütze oder einen Hut und eine Sonnenbrille zu tragen, wenn es nach draussen geht: Das bietet zusätzlichen Schutz vor Pollen.

Mit den Medikamenten und dem Meiden der Pollen lässt sich die Krankheit zwar nicht zum Verschwinden bringen. Doch zumindest lassen sich die unangenehmen Symptome lindern. Bei einer schweren Allergie kann Sie die Ärztin oder der Arzt an ein Allergiezentrum verweisen: Dort kann eine Desensibilisierung durchgeführt werden, mit der die eigentliche Ursache der Beschwerden angegangen wird. Mit dieser Behandlung, die auch als Immuntherapie bezeichnet wird, lässt sich erreichen, dass die betroffene Person viel weniger allergisch reagiert.

In einem Notfall wie schweren Atembeschwerden zögern Sie nicht, sich über die Notrufnummer 144 mit dem Rettungsdienst in Verbindung zu setzen.

Gut zu wissen: Der Schweizerische Samariterbund bietet verschiedene Ausbildungen in Erste Hilfe an. In diesen Kursen lernen Sie, wie Sie bei einem Notfall richtig vorgehen. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.samariter.ch.