Unterstützen Sie Ihre Partnerin vor, während und nach der Geburt

Alle Eltern werden Ihnen bestätigen: Die Geburt eines Kindes gehört zu den eindrücklichsten Erfahrungen im Leben. Werden Sie nächstens Papa? Wenn Sie unsere Ratschläge befolgen, können Sie Ihre Frau optimal unterstützen.

Futurs parents

Vor der Geburt

1.    Nehmen Sie am Geburtsvorbereitungskurs teil

Im Geburtsvorbereitungskurs lernen schwangere Frauen, sich bei der Geburt richtig zu verhalten. Möchten Sie am Tag X dabei sein? Dann raten wir Ihnen, Ihre Frau zu diesem Kurs zu begleiten. In einigen Kursstunden wird speziell auf den Einbezug und die Rolle des Vaters eingegangen. Damit sind Sie optimal vorbereitet, um Ihre Partnerin zu beruhigen und zu unterstützen, wenn es soweit ist.

2.    Begleiten Sie Ihre Frau zum Arzt

Während der Schwangerschaft stehen zahlreiche Arzttermine auf dem Programm. Die durchgeführten Ultraschalluntersuchungen sind wichtige Meilensteine: Neben einer ersten Begegnung mit Ihrem Kind ermöglichen sie Ihnen, seine Entwicklung zu verfolgen. Wenn Sie als künftiger Vater solche Momente gemeinsam mit Ihrer Partnerin erleben, können Sie von Anfang an für sie da sein und allfällige Schwierigkeiten besser verstehen.

3.    Bereiten Sie das Kinderzimmer vor

Künftige Väter können ihr Interesse und ihr Engagement für das werdende Leben zum Ausdruck bringen, indem sie beim Einrichten des Kinderzimmers Hand anlegen. Unterstützen Sie Ihre Partnerin bei der Auswahl der Möbel, der Tapeten oder auch der Vorhänge. Damit zeigen Sie ihr, dass Sie sich aktiv Gedanken zum bevorstehenden freudigen Ereignis machen.

4.    Pflegen Sie Ihr Paarleben!

Sobald das Kind da ist, werden Momente der Zweisamkeit seltener. Planen Sie während der Schwangerschaft weiterhin ab und zu romantische Stunden zu zweit ein: einen Abend im Restaurant, einen Kinobesuch, eine Verwöhnmassage… es gibt unzählige Möglichkeiten! Berücksichtigen Sie auch, dass die Schwangerschaft für die Frau eine schwierige und verunsichernde Zeit sein kann, da sich ihr Körper stark verändert. Sie können Ihre Partnerin unterstützen, indem Sie ihr zeigen, wie sehr Sie sie mit ihren neuen Rundungen und ihrem grösser werdenden Bauch lieben! Künftige Mamas sind während der Schwangerschaft oft empfindlicher und emotionaler als sonst. In dieser Zeit freuen sie sich besonders über kleine Aufmerksamkeiten (zärtliche Worte, ein liebevolle Geste).

5.    Unterstützen Sie Ihre Frau im Alltag

Wenn Sie im Alltag für Ihre Partnerin da sind und sie unterstützen, ermöglichen Sie ihr, Kraft für den Tag der Geburt zu sammeln. Vor allem in den letzten beiden Monaten der Schwangerschaft ist sie darauf angewiesen, dass Sie ihr bei einigen Arbeiten helfen: beim Putzen der Wohnung, beim Tragen von schweren Einkaufstaschen und bei allen Tätigkeiten, bei denen sie sich stark bücken muss. Denn in den letzten Schwangerschaftswochen ist der Bauch am grössten. Auch der Rücken kann schmerzen und Ihre Frau gerät schon bei geringen Anstrengungen ausser Atem…

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Während der Geburt

Paare mit Kindern sind sich einig: Geburten sind die schönsten Momente im Leben zu zweit. Auch wenn Ihnen das schwierig erscheint, sollten Sie bei diesem Ereignis nach Möglichkeit dabei sein.

Paare mit Kindern sind sich einig: Geburten sind die schönsten Momente im Leben zu zweit.

Mit einer guten Vorbereitung ist der Erfolg garantiert: Neben etwas Lektüre und der Teilnahme am Geburtsvorbereitungskurs raten wir Ihnen auch zu den folgenden Vorbereitungen. So sind Sie bereit, wenn die Wehen einsetzen.

Erstellen Sie eine Checkliste der Sachen, die in die Klinik mitgenommen werden sollten

Neben den Sachen für Ihre Partnerin sollten Sie auch Ihre eigenen nicht vergessen: Wahrscheinlich werden Sie einige Zeit im Spital verbringen. Wir raten Ihnen, mindestens bequeme Schuhe, Ihre Toilettensachen sowie Kleider und Unterwäsche zum Wechseln mitzunehmen. Sie können auch etwas zu trinken und zu essen einpacken, falls das Warten länger als angenommen dauern sollte.

Besprechen Sie im Voraus mit Ihrer Partnerin, welche Unterstützung sie während der Geburt von Ihnen wünscht

Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten. Falls Sie wissen, dass Ihre Frau beruhigende Berührungen mag, können Sie sie massieren. Verwenden Sie dazu die Techniken, die Sie sich im Geburtsvorbereitungskurs angeeignet haben. Ist Ihre Partnerin hingegen empfänglicher für Worte, können Sie sie einfach aufmuntern, sie zwischendurch durch zum Lachen bringen oder ihr helfen, etwas Ablenkendes zu finden, auf das sie sich in den schmerzhaften Momenten konzentrieren kann. Unter Umständen kann es für Ihre Partnerin auch hilfreich sein, wenn Sie die Hebammen auf ihre Wünsche hinweisen (zum Beispiel keine Periduralanästhesie), falls sie sich momentan nicht selbst äussern kann.

Nach der Geburt

Nach der Geburt wird Ihr neugeborenes Kind Ihre Zeit ganz in Anspruch nehmen. Dennoch sollten Sie stets darauf achten, Ihr Paarleben nicht zu vernachlässigen: Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Bedürfnisse und auf die Ihrer Partnerin, tauschen Sie sich aus, verbringen Sie Zeit zusammen… Ihr Kind wird Sie täglich vor neue Herausforderungen stellen. Sorgen Sie dafür, dass es Sie noch enger zusammenschweisst und Ihnen eine neue Entfaltung ermöglicht.

Das neue Familienmitglied wird auch Auswirkungen auf Ihr Intimleben haben: Drängen Sie Ihre Frau nicht zu sehr und nehmen Sie Rücksicht auf sie. Die Veränderung ihres erschöpften und immer noch unförmigen Körper ist für sie auch nach der Geburt belastend. Sie braucht Zeit, um wieder zu ihrer schlanken Linie zurückzufinden und ihre Libido wiederzuerlangen. Machen Sie sich keine Sorgen: Die verminderte Libido ist auf das Hormon zurückzuführen, das die Milchbildung anregt. Ihre Frau liebt Sie genauso wie vor der Geburt!

Wappnen Sie sich mit Geduld – das Warten lohnt sich.

Eltern werden lässt sich lernen: Das Schweizerische Rote Kreuz begleitet Sie mit Kursen bei dieser wunderschönen Erfahrung. Mit den fachlich fundierten Ratschlägen, die Sie dort erhalten, ermöglichen Sie Ihrem Kind einen optimalen Start ins Leben.

Vanessa

Über den Autor Vanessa

Vanessa (29) schwingt die Feder für den Blog redcross-edu und berichtet über ihre Erfahrungen beim Schweizerischen Roten Kreuz – direkt und leidenschaftlich. Von hilfreichen Tipps zur Kinderbetreuung, Beiträgen über humanitäre Hilfe und Gesundheit im Allgemeinen ist alles dabei.

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