Die wohltuenden Wirkungen der Babymassage

Fachleute sind sich einig: Entspannung ist für Babys wichtig, genau wie für Erwachsene. Wenn Sie Ihr Kind massieren, helfen Sie ihm, Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Zahnen usw. besser zu ertragen. Zugleich bauen Sie so Nähe zu ihm auf.

Babymassage

Günstige Momente und bequeme Positionen für die Massage

Mit der Babymassage wird in der Regel etwa einen Monat nach der Geburt begonnen. Die Massagen können bis zum Alter von drei Jahren fortgeführt werden. Babys sind nicht rund um die Uhr bereit, sich massieren zu lassen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, die Massage zum richtigen Zeitpunkt durchzuführen. Übrigens: Nur wenn Sie als die Eltern selbst entspannt und ganz bei der Sache sind, kann die Massage ihre wohltuenden Wirkungen für Ihr Kind wirklich entfalten.

Ungünstige Zeitpunkte für eine Massage:

  • Nach dem Stillen/Schoppengeben
  • Nach dem Essen

Ideal sind die folgenden Momente:

  • Nach dem Baden
  • Vor dem Schlafengehen oder vor dem Mittagsschläfchen

Bei der Position für die Massage sollten Sie vor allem darauf achten, dass Sie und Ihr Kind sich behaglich fühlen. Ganz gleich, ob Sie stehen, knien oder sitzen: Wichtig ist, dass Sie eine bequeme Position einnehmen, in der Sie sich wohlfühlen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihr Kind für die Massage zu lagern:

  • Sie können es auf dem Wickeltisch massieren.
  • Wenn Sie sich mit ausgestreckten Beinen hinsetzen, können Sie das Baby in Ihren Schoss legen.
  • Eine dritte Lösung besteht ganz einfach darin, dass Sie das Kind vor sich auf eine Decke oder ein Kissen legen.

Wählen Sie immer einen Ort mit angenehmer Temperatur und legen Sie eine Decke bereit, in der Sie das Baby nach der Massage aufwärmen können.

Massieren Sie Ihr Kind: Bei Koliken, beim Zahnen und bei anderen Beschwerden wirkt eine Babymassage lindernd.

So massieren Sie Ihr Baby

Vor und auch während der Massage sollten Sie mit Ihrem Kind sprechen und ihm erklären, was Sie tun werden: «Mami nimmt jetzt etwas Öl, reibt sich die Hände, um sie anzuwärmen, und beginnt dann, deine Füsschen zu massieren…». Damit entsteht eine enge Gefühlsbindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Gleichzeitig beruhigen Sie es und helfen ihm, über die Sprache seinen Körper wahrzunehmen.

Auch wenn Sie noch nie ein Baby massiert haben, können Sie ganz beruhigt sein: Sie benötigen keine spezielle Technik, um es gut zu massieren. Konzentrieren Sie sich einfach auf Ihre Bewegungen und lassen Sie sich von Ihrem Instinkt leiten. Das Schweizerische Rote Kreuz bietet Ihnen auch die Möglichkeit, die Babymassage in einem seiner beliebten Kurse zu erlernen.

Streicheln Sie Ihr Baby zunächst behutsam, bevor Sie allmählich mit sanftem Druck zu massieren beginnen. Achten Sie stets darauf, mit dem Kind in Körperkontakt zu bleiben. Wir empfehlen Ihnen, an den Extremitäten mit der Massage zu beginnen: Massieren Sie zuerst die Arme, Füsse oder Beine. So kann sich das Kind an das Gefühl gewöhnen, massiert zu werden. Das hilft ihm auch, seinen Körper bewusster wahrzunehmen. Hingegen empfiehlt es sich nicht, am Rumpf mit der Massage zu beginnen: Das könnte das Kind nervös machen. Seien Sie auch sehr vorsichtig, wenn Sie den Kopf massieren: In den ersten acht Lebensmonaten ist der Schädel von Säuglingen sehr empfindlich.

Insgesamt sollte die Massage nicht länger als 15 Minuten dauern. Geniessen Sie diese Momente der Zweisamkeit mit Ihrem Kind!