Babys Nickerchen: weshalb, wann und wie?

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Warum brauchen Kleinkinder einen Mittagsschlaf?

Schlafen trägt zur Entwicklung des Kindes bei. Ein Säugling entwickelt sich auch im Schlaf geistig und körperlich weiter. In dieser Zeit verarbeitet und speichert sein Gehirn die aufgenommenen Informationen und sein zentrales Nervensystem entwickelt sich. Während des Schlafs wird auch Wachstumshormon ausgeschüttet, der Körper bekämpft Krankheitserreger und heilt allfällige Verletzungen.

Ein Nickerchen tagsüber ermöglicht Säuglingen, sich auszuruhen. Denn die vielen Entdeckungen und Lernprozesse in den ersten Lebensjahren machen sehr müde. Deshalb müssen sich Babys und Kleinkinder geistig und körperlich erholen, nachdem sie ein paar Stunden lang ihre Umwelt erkundet und sich bewegt haben. Allein schon das Hinlegen trägt zu einer besseren Blutzirkulation und zur Entspannung der Muskulatur bei.

Zudem bietet der Mittagsschlaf dem Kind einen Moment der Ruhe, in dem es Stress und Spannungen abbauen kann. So ist es am Abend weniger reizbar und quengelig und schläft nachts besser.

Wann sollte das Baby ein Schläfchen machen?

In seinen ersten Lebensmonaten schläft ein Säugling in mehreren etwa vierstündigen Schlafphasen über den Tag verteilt insgesamt 15 bis 20 Stunden. Er erwacht praktisch nur, wenn er Hunger hat.

Im Alter von 4 Monaten bis 5 Jahren haben Kinder tagsüber folgenden Schlafbedarf:

  • 3 bis 4 Nickerchen pro Tag bei Säuglingen im Alter von 4 bis 6 Monaten
  • 2 bis 3 Schläfchen im Alter von 6 bis 10 Monaten
  • 1 bis 2 Nickerchen im Alter von 10 bis 18 Monaten
  • 1 Mittagsschlaf bei Kleinkindern im Alter von 1,5 bis 4 Jahren
  • Auch bei Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren wird ein gelegentlicher Mittagsschlaf empfohlen.

Im Durchschnitt dauert ein Nickerchen 1 bis 1,5 Stunden. Damit das Kind abends besser einschlafen kann, wird ab dem Alter von neun Monaten von zu langen Schlafphasen tagsüber abgeraten.

Jedes Baby ist einzigartig: Daher ist der Ruhebedarf während des Tages von Kind zu Kind unterschiedlich. Achten Sie auf jeden Fall darauf, nie einen schlafenden Säugling zu wecken, selbst wenn an sich Essenszeit oder Zeit für den Windelwechsel ist.

Die wichtigsten Tipps für einen guten Schlaf

In seinen ersten Lebensmonaten kann ein Säugling noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Deshalb können Sie die Fensterläden ruhig offen lassen, wenn er tagsüber schläft, und brauchen nicht darauf zu achten, keinen Lärm zu machen. So wird das Kind allmählich ein Gefühl für Tag und Nacht entwickeln und mit der Zeit den Rhythmus der Erwachsenen übernehmen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby möglichst oft in einer Umgebung schlafen kann, die ihm vertraut ist: in seinem Zimmer, in seinem Bett, mit seinen Schmusetieren… Zudem ist es ratsam, vor einem Nickerchen für eine ruhige Atmosphäre zu sorgen und somit Diskussionen, Spiele und den Windelwechsel auf später zu verschieben.

Wenn das Kind Schwierigkeiten hat einzuschlafen, ist es vielleicht aufgekratzt oder zu müde. Bleiben Sie bei ihm, bis es den Schlaf findet. Sie können ihm beispielsweise sanft über den Kopf streichen, um ihm zu helfen, sich zu beruhigen, oder sein Mobile in Gang setzen.

Kinder, die schon etwas älter sind, weigern sich manchmal, sich schlafen zu legen. Zwingen Sie sie nicht dazu, denn das könnte sie endgültig gegen den Mittagsschlaf aufbringen und sich auf ihren Schlaf im Erwachsenenalter auswirken. Sie können das Kind jedoch auffordern, an einer ruhigen Aktivität teilzunehmen, zum Beispiel nach dem Mittagessen: ein Puzzle zusammensetzen, sanfte Musik hören, lesen, zeichnen… Oder Sie schlagen ihm vor, sich einfach einen Moment hinzulegen, ohne zu schlafen. Wenn sich der Wunsch nach einem Nickerchen bei einem Kind immer später in den Nachmittag verschiebt, ist es an der Zeit, den Mittagsschlaf aufzuheben.